Nach 37 Jahren Mittelmaß Spitze

Sportfreunde Saarfels sorgen in der Kreisliga A Prims für Furore – Spitzenspiel am Sonntag

 

Saarfels fiebert einer Premiere entgegen: Noch nie konnten die Sportfreunde eine Meisterschaft feiern. In diesem Jahr sind sie so nah dran wie noch nie. Doch noch gibt es zwei starke Gegner. Einer davon ist am Sonntag der Gegner.

Von SZ-Mitarbeiter

Erich Brücker

Saarfels. Im Clubheim der Sportfreunde Saarfels, die übrigens die einzige Wirtschaft im Ort ist, wurde noch keine Meisterfeier ausgerichtet. Noch nie in ihrer Vereinsgeschichte seit 1973 haben die Fußballer der Sportfreunde Saarfels einen Titel feiern können. Doch in diesem Jahr könnte sich das ändern: Die Aussichten der Sportfreunde in der Kreisliga A Prims sind bestens, nachdem der Verein in den vergangenen 37 Jahren immer nur Mittelfeldplätze belegt hatte.

 

Die Elf aus der Gemeinde Beckingen ist augenblicklich Tabellenführer und erwartet an diesem Sonntag um 15 Uhr den Tabellendritten und Gemeinderivalen 1. FC Reimsbach III zum Schlagerspiel. Der Spitzenreiter hat 59 Punkte auf seinem Konto, ist punktgleich mit dem FV Diefflen II. Drei Punkte dahinter liegt der FC Reimsbach III, der aber zwei Spiele weniger hat. „Wir haben bislang weit besser abgeschnitten als erhofft. Zudem war die neue gestaltete Liga für uns mit ihren Lokalderbys recht gut“, sagt Sportfreunde-Vereinschef Heinrich Pink.

 

Sportlich gesehen kann der Verein also rundum zufrieden sein. Das Saisonziel wurde zunächst mit Platz zehn angegeben, dann aber im Laufe der Runde vom neuen Spielertrainer Marc Hepper (kam vom Bezirksligisten FV Schwarzenholz) auf Platz fünf angehoben. Darüber hinaus wolle man möglichst viele Vereine aus der Gemeinde Beckingen hinter sich lassen.

Ausgetragen wird die Spitzenpartie auf dem neuen Kunstrasenplatz des Nachbarn FC Beckingen. „Wir können befreit aufspielen, haben nix zu verlieren. Der Druck liegt eher auf Reimsbach. Die wollen ja höher hinaus“, betont Pink. Überhaupt sieht er im Hinblick auf die Meisterschaft lediglich Außenseiter-Chancen für seinen Verein. Mit den Reservemannschaften vom FV Diefflen und FC Reimsbach ist die Konkurrenz nämlich übergroß. „Die können aus einem ganz anderen Reservoir an Spielern schöpfen“, so der Vereinschef.

 

Für ihn gilt es daher primär, seinen Verein auf Vordermann zu bringen. Und mit dem augenblicklichen Bau eines Naturrasenplatzes ist der Kreisligist auf dem besten Wege dazu. „Seit März wird der alte Tennenplatz umgebaut. Bei unseren Eigenleistungen können wir bei den Arbeitseinsätzen auf rund 25 Mitglieder bauen“, sagt Pink stolz. Da gebe es derzeit nichts zu meckern. In den nächsten Tagen soll der Platz eingesät werden, eventuell ist er dann schon für die neue Saison bespielbar. Und für den Vereinsboss könnte es sicher nichts Schöneres geben, als wenn dann ein Bezirksligist SF Saarfels seine Heimspiele dort austragen würde. Dann hätte auch das Clubheim seine erste Meisterfeier schon hinter sich und ein rundum gelungenes Vereinsjahr würde in die Sportfreunde-Chronik eingehen

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